Meinersen (cs). „Manchmal hält die Welt den Atem an und schaut gebannt auf einen Ort oder ein Geschehen.“ Mit diesen Worten erinnerte Ehrenkreisbrandmeister Heinrich Weichsler jetzt an die verheerende Waldbrandkatastrophe, die sich am Sonntag zum 33. Mal jährte. »Vertreter der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Meinersen, aus Hohenhameln und Fallersleben waren ebenso nach Meinersen gekommen wie Feuerwehrmitglieder aus den umliegenden Kreisen. Am 10. August 1975 waren drei Feuerwehrmitglieder aus Fallersleben und zwei aus Hohenhameln beim Kampf gegen die Flammen gestorben. „Sie haben ihr Leben für andere geopfert, für uns“, betonte Weichsler. Dieses müsse wach gehalten werden, denn „der Mensch lernt durch seine Erinnerungen“. Er verglich das Leben mit dem Licht einer Kerze, das die Welt erhellt. Durch die Katastrophe wurden fünf Lichter ausgelöscht. Weichsler sprach auch über den Sommer 1975. Temperaturen von mehr als 30 Grad nach wochenlanger Trockenheit mit Nord- und Ostwinden sowie Bruchholz aus dem Sturm von 1972 gaben dem verheerenden Feuer damals seine Nahrung, so dass regelrechte Feuerwalzen entstanden. Nicht nur Wehren aus dem gesamten Bundesgebiet kämpften damals gegen die Flammen. Auch die Bundeswehr, der Bundesgrenzschutz, das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk, Polizei und Forstverwaltung sowie unzählige weitere freiwillige Helfer waren im Einsatz. Einen besonderen Dank sprach Weichsler der Meinerser Wehr aus. Nachdem im vergangenen Jahr Teile der Gedenkstätte durch Vandalismus zerstört worden waren, hatte die Wehr nicht nur die Schäden repariert. Auch alte Bäume wurden gefällt und durch neue ersetzt, die Wege neu gestaltet und die Heide gepflegt. Außerdem hatte sich ein Steinmetz der Schrift auf dem Gedenkstein angenommen und sie erneuert.
12.08.2008 / AZ Seite 20 Ressort: GLOK