«Müden (hik). Spannung verspricht der Abend des 10. Januar allemal: Die erste Zusammenkunft der Wehren aus Müden und Dieckhorst soll den Grundstein für die künftige Arbeit einer einzigen neuen Wehr legen – der Freiwilligen Feuerwehr Müden und Dieckhorst. Deren Mitglieder finden fortan unter einem gemeinsamen Dach zusammen – dem des neuen Feuerwehrgerätehauses in Müden. »Abgesehen von der Beschlussfassung über den künftigen Namen ist der Verlauf der Gründungsversammlung von 19.30 Uhr an im Landhotel Schrader von Wahlen geprägt. Der künftige Ortsbrandmeister, zwei gleichberechtigte Stellvertreter und das komplette Kommando sind dabei zu wählen, informierten jetzt vorab im AZ-Gespräch der Müdener Ortsbrandmeister Hans Hermann Raupers und Torben Gerloff, stellvertretender Ortsbrandmeister in Dieckhorst. Die Fusion der beiden Wehren – kreisweit bis dato einzigartig – bezeichnet Rainer Rinke, Koordinator im vorab gegründeten Fusionsausschuss – entsprechend auch als „historisches Ereignis“, denn: Die während der Gründungsversammlung Gewählten stellen das erste Kommando einer neuen gemeinsamen Feuerwehr in der Samtgemeinde Meinersen. Dass dabei ein wenig Wehmut aufkommt, liegt laut Rinke auf der Hand. Immerhin endet mit der Fusion eine „lange Tradition der Selbstständigkeit“, die es zu überwinden gilt. So besteht die Dieckhorster Wehr laut Gerlof seit nunmehr 106 Jahren. „Die Müdener seit 125 Jahren“, wie Raupers ergänzt. Künftig gehören insgesamt 103 aktive und 570 passive Kameraden der großen Wehr an. Raupers und Gerlof verstehen das als Chance – verfügen sie doch nach Zusammenlegung unter anderem über zwei autarke Löschgrupen, einen Löschzug und ein Führungsfahrzeug. Und das sind ganz „andere Dimensionen“, verweist Gerlof auf eine schlagkräftige freiwillige Feuerwehr.

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