Erste Fusion zweier Wehren im Kreis
Posted by admin on 23/12/08 in Presse AZ
«Müden (hik). Spannung verspricht der Abend des 10. Januar allemal: Die erste Zusammenkunft der Wehren aus Müden und Dieckhorst soll den Grundstein für die künftige Arbeit einer einzigen neuen Wehr legen – der Freiwilligen Feuerwehr Müden und Dieckhorst. Deren Mitglieder finden fortan unter einem gemeinsamen Dach zusammen – dem des neuen Feuerwehrgerätehauses in Müden. »Abgesehen von der Beschlussfassung über den künftigen Namen ist der Verlauf der Gründungsversammlung von 19.30 Uhr an im Landhotel Schrader von Wahlen geprägt. Der künftige Ortsbrandmeister, zwei gleichberechtigte Stellvertreter und das komplette Kommando sind dabei zu wählen, informierten jetzt vorab im AZ-Gespräch der Müdener Ortsbrandmeister Hans Hermann Raupers und Torben Gerloff, stellvertretender Ortsbrandmeister in Dieckhorst. Die Fusion der beiden Wehren – kreisweit bis dato einzigartig – bezeichnet Rainer Rinke, Koordinator im vorab gegründeten Fusionsausschuss – entsprechend auch als „historisches Ereignis“, denn: Die während der Gründungsversammlung Gewählten stellen das erste Kommando einer neuen gemeinsamen Feuerwehr in der Samtgemeinde Meinersen. Dass dabei ein wenig Wehmut aufkommt, liegt laut Rinke auf der Hand. Immerhin endet mit der Fusion eine „lange Tradition der Selbstständigkeit“, die es zu überwinden gilt. So besteht die Dieckhorster Wehr laut Gerlof seit nunmehr 106 Jahren. „Die Müdener seit 125 Jahren“, wie Raupers ergänzt. Künftig gehören insgesamt 103 aktive und 570 passive Kameraden der großen Wehr an. Raupers und Gerlof verstehen das als Chance – verfügen sie doch nach Zusammenlegung unter anderem über zwei autarke Löschgrupen, einen Löschzug und ein Führungsfahrzeug. Und das sind ganz „andere Dimensionen“, verweist Gerlof auf eine schlagkräftige freiwillige Feuerwehr.
Erste Schritte auf dem gemeinsamen Weg
«Müden» (hik). Vor ihrer Gründungsversammlung am Sonnabend, 10. Januar, von 19.30 Uhr an im Landhotel Schrader treffen sich sowohl die Müdener als auch die Dieckhorster Wehr um 18 Uhr separat zur jeweiligen Mitgliederversammlung am selben Ort. Im Anschluss daran gehen beide erste Schritte auf einem gemeinsamen Weg – und zwar als erste gemeinsame Freiwillige Feuerwehr. Den Zusammenschluss haben beide Wehren gut vorbereitet. So hatte laut Rainer Rinke, Koordinator des extra gegründeten Fusionsausschusses, die Politik bereits wegen der innerörtlichen Lage seit geraumer Zeit über eine Zusammenlegung diskutiert. Als die Planungen für das neue Gerätehaus in Müden akut wurden, sei die Diskussion über den Zusammenschluss erneut aufgeflammt. Intensive Gespräche innerhalb der beiden Wehren folgten. „Bedenken waren vorhanden“, blickt Rinke zurück, „aber es zeichnete sich auch ein Wohlwollen zur Fusion ab“. Während der Mitgliederversammlung im Januar 2007 sprachen sich beide Versammlungen dann mit großer Mehrheit für den Zusammenschluss aus. Und gegen Ende des Vorjahres gründeten die Wehren den Fusionsausschuss. Zahlreiche Sitzungen folgten, unterschiedliche Positionen wurden diskutiert, Kompromisse waren erforderlich. Die erste gemeinsame Aufgabe bestand darin, das nagelneue Gerätehaus in Müden auszustatten und Eigenleistungen zu erbringen. Fazit heute: Gut 2000 Stunden werkelten die Wehrmitglieder, um unter anderem beim Innenausbau oder im Außenbereich Hand anzulegen. Rinke zufolge zeigten die Arbeitseinsätze, dass die „gemeinsame Arbeit gut funktioniert“. Er ist überzeugt, dass der Müdener Ortsbrandmeister Hans Hermann Raupers, sein Dieckhorster Pendant Wilfried Sander sowie deren Stellvertreter Hartmut Meyer in Müden und Torben Gerlof in Dieckhorst der anberaumten Gründungsversammlung gelassen entgegen sehen.
23.12.2008 / AZ Seite 25 Ressort: GLOK