«(apo) Die fast 6000 Feuerwehrleute im Landkreis Gifhorn erleben teilweise Schlimmes bei ihren Einsätzen. Deshalb stellt die Notfallseelsorge nun mit den vielen Partnern zwei spezielle Gottesdienste für Einsatzkräfte auf die Beine. »Notfallseelsorger Georg Julius erklärt: „Wir haben das Thema Engel ausgesucht, wollen beim Gottesdienst fragen, was einen bei schweren Einsätzen tragen kann.“ Während der Veranstaltung können Helfer über Erlebnisse berichten. Annika Holz und Michael Funke, beim Landkreis für den Rettungsdienst zuständig, ergänzen: „Symbolisch können Helfer während des Gottesdienstes Steine an einer Art Klagemauer ablegen.“ Mit Flyern werben Kirchenkreis, Polizei, Feuerwehr und DRK nun für die Teilnahme. In Brome ist der Gottesdienst am Sonntag, 30. November, 14 Uhr, in der Liebfrauenkirche, in Gifhorn am Sonntag, 7. Dezember, 18 Uhr, in der St.-Nicolai-Kirche. Dann spielt im Anschluss der Feuerwehrmusikzug Hillerse. Ausdrücklich sind alle anderen Interessierten eingeladen. Funke: „Das ist eine gute Gelegenheit für die Bevölkerung, etwas über unsere ehrenamtlichen Retter zu erfahren.“
22.11.2008 / AZ Seite 17 Ressort: GLOK

Übungsszenario auf dem Gelände der LEVG: Düngemittellager fängt Feuer und giftige Dämpfe breiten sich aus Hankensbüttel (rn). Großeinsatz in Hankensbüttel: Ein Feuer ist auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft am Samstagmittag ausgebrochen.

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HANNOVER. Von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten kleiner unbemannter Luftfahrzeuge (UAS - Unmanned Arial System) wollen künftig auch die niedersächsische Polizei und die Feuerwehren profitieren: Innenminister Uwe Schünemann stellte am Montag in Hannover das ferngesteuerte Drehflüglersystem md4-200 der Firma microdrones vor. Das extrem leichte Mini-Fluggerät, das über vier elektrogetriebene Rotoren verfügt, wird von Polizei und Landesfeuerwehrschule in den kommenden sechs Monaten unter verschiedensten Einsatzbedingungen getestet werden.
Schünemann sagte, mit Hilfe moderner Technik könnte dieses “fliegende Auge” zunehmend eine Schlüsselstellung zur schnellen Informationsgewinnung einnehmen und im polizeilichen Bereich unter anderem zur Luftaufklärung, Einsatzführung, Beweissicherung und Dokumentation an Bedeutung gewinnen. Aber auch im Bereich der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr, zum Beispiel bei Großschadenslagen oder Katastrophen, seien Einsätze denkbar. Schünemann: “Taktische, ökonomische und ökologische Gründe sprechen insbesondere dann für die Mini-Drohne, wenn der Einsatz bemannter Luftfahrzeuge nicht erforderlich oder möglich ist.”
Als Beispiele für mögliche Einsatzszenarien nannte der Minister die Vorbereitung von Maßnahmen der Spezialeinheiten der Polizei gegen bewaffnete Straftäter sowie die Verhinderung oder Verringerung der Schadensausweitung für die Bevölkerung bei Gefahrenlagen. Schünemann: “Ein mit Kameras oder Gas- und Sensortechnik ausgestattetes UAS kann den Einsatzkräften hilfreiche Dienste leisten. Es wird so beispielsweise möglich sein, zuverlässigere Warnungen darüber auszusprechen, ob in einer betroffenen Region nur Fenster geschlossen werden sollen oder evakuiert werden muss.” Auch nach größeren Bränden, wenn die Spurensuche der Spezialisten “Schritt für Schritt” erfolge und für das Verfahren dokumentiert werden müsse, sei der Einsatz eines UAS deutlich effizienter.
Sechs Polizeibeamte sind inzwischen in dieses System im Rahmen einer zweitägigen Schulung als so genannte Luftfahrzeugfernführer eingewiesen und zertifiziert worden.

Ergänzende Informationen:
Funktionsweise: Die Rotoren haben im Schwebeflug alle die gleiche Drehzahl. Lageveränderungen durch Veränderung der Drehzahl einzelner Rotoren. Dazu werden die beiden Steuerknüppel der Fernsteuerung betätigt. Eine gewünschte Höhe wird durch eine barometrische Höhenregulierung automatisch beibehalten.
Grundmaß: 912 mm, Nutzlast: 200 Gramm, Abfluggewicht mit Tageslichtkamera: ca. 680 Gramm.
Der Drehflügler hat die Fähigkeit, senkrecht starten und landen zu können. Eine Start- und Landebahn ist daher nicht erforderlich. Er verfügt über ein autonomes Notlandesystem (z.B. bei Empfangsstörungen oder niedriger Akku-Energie).
Im System wird ein Lithium-Polymer-Akku verwendet, der eine Flugzeit von ca. 18 Minuten möglich macht.
Das UAS hat eine Aktionsentfernung von bis zu 500 m und kann bis zu einer Windgeschwindigkeit von 8 m/s (5 Beaufort) fliegen.
Vorhandene Kameras: Tageslichtkamera, Dämmerungskamera. Beide Kameras arbeiten ohne eigene Aufzeichnungseinheit, die Bilder werden zur Bodenstation gesendet und können dort aufgezeichnet werden.
Die Bundesnetzagentur hat eine Genehmigung für eine höhere Sendeleistung im 35 MHz-Frequenzbereich erteilt, so dass eine Störung durch Modellflieger weitestgehend ausgeschlossen ist.
Gesamtpreis: 47.000 Euro (inkl. zwei Kameras)

«Adenbüttel (rn). Als „flächendeckend hochleistungsfähig, hervorragend ausgebildet und technisch hochwertig ausgerüstet“ bewertete Kreisverbandsvorsitzender Willi Aldinger die Feuerwehren im Landkreis Gifhorn beim Kreisverbandstag am Sonntag in Adenbüttel.

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“Fliegendes Auge der Feuerwehr”

Posted by admin on 15/09/08 in KFV Gifhorn

Innenminister Schünemann übergibt zwei Flugzeuge an Feuerwehrflugdienst

LÜNEBURG. Innenminister Uwe Schünemann hat zwei neue Flugzeuge des Typs Cessna 206 an den Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen e. V. übergeben. Schünemann sagte bei der Übergabe am Sonntag in Lüneburg, durch diese Maßnahme der Landesregierung werde der abwehrende Brandschutz gestärkt. “Auch mit Hilfe der neuen Flugzeuge des Feuerwehr-Flugdienstes lässt sich eine Waldbrandkatastrophe wie 1975 in Niedersachsen hoffentlich vermeiden.” Trotz knapper Kassen und der Konsolidierung des Landeshaushaltes habe man sich für die Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes zum Kauf der beiden Waldbrandvorsorge-Flugzeuge ausgesprochen und hierfür außerplanmäßige Haushaltsmittel von über einer halben Million Euro zur Verfügung gestellt.
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Sie haben ihr Leben für andere geopfert

Posted by admin on 08/08/08 in KFV Gifhorn


Meinersen (cs). „Manchmal hält die Welt den Atem an und schaut gebannt auf einen Ort oder ein Geschehen.“ Mit diesen Worten erinnerte Ehrenkreisbrandmeister Heinrich Weichsler jetzt an die verheerende Waldbrandkatastrophe, die sich am Sonntag zum 33. Mal jährte. »Vertreter der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Meinersen, aus Hohenhameln und Fallersleben waren ebenso nach Meinersen gekommen wie Feuerwehrmitglieder aus den umliegenden Kreisen. Am 10. August 1975 waren drei Feuerwehrmitglieder aus Fallersleben und zwei aus Hohenhameln beim Kampf gegen die Flammen gestorben. „Sie haben ihr Leben für andere geopfert, für uns“, betonte Weichsler. Dieses müsse wach gehalten werden, denn „der Mensch lernt durch seine Erinnerungen“. Er verglich das Leben mit dem Licht einer Kerze, das die Welt erhellt. Durch die Katastrophe wurden fünf Lichter ausgelöscht. Weichsler sprach auch über den Sommer 1975. Temperaturen von mehr als 30 Grad nach wochenlanger Trockenheit mit Nord- und Ostwinden sowie Bruchholz aus dem Sturm von 1972 gaben dem verheerenden Feuer damals seine Nahrung, so dass regelrechte Feuerwalzen entstanden. Nicht nur Wehren aus dem gesamten Bundesgebiet kämpften damals gegen die Flammen. Auch die Bundeswehr, der Bundesgrenzschutz, das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk, Polizei und Forstverwaltung sowie unzählige weitere freiwillige Helfer waren im Einsatz. Einen besonderen Dank sprach Weichsler der Meinerser Wehr aus. Nachdem im vergangenen Jahr Teile der Gedenkstätte durch Vandalismus zerstört worden waren, hatte die Wehr nicht nur die Schäden repariert. Auch alte Bäume wurden gefällt und durch neue ersetzt, die Wege neu gestaltet und die Heide gepflegt. Außerdem hatte sich ein Steinmetz der Schrift auf dem Gedenkstein angenommen und sie erneuert.
12.08.2008 / AZ Seite 20 Ressort: GLOK